Romance-Scamming: Verliebt, Verlobt, Hereingelegt

Romance-Scamming ist eine in Asien weitverbreitete Online-Masche, um wohlhabenden Europäern das Geld regelrecht aus der Tasche zu ziehen. Fake-Identitäten gaukeln ihrem Opfer die große Liebe vor und bitten sie danach zur Kasse. Zunächst geht es um kleine Beiträge, doch Liebe kennt bekanntlich keine Grenzen…

Das Foto und der Chatauftritt sind vielversprechend. Sie hat mandelgroße Augen und lange, dunkle Haare. Das Lächeln und der jugendlich schöne Körper sind verlockende Argumente. Viele europäische Männer träumen von einer Zukunft an der Seite einer hübschen Asiatin und das Internet bietet zahlreiche Plattformen um mit potenziellen Zukünftigen in Kontakt zu treten. Die Suche dauert nicht allzu lange, die perfekte Frau scheint schnell gefunden. Sie kann Englisch, ist höflich und interessiert sich für einen. Nie aufdringlich, fast schon geduldig. Die Männer versprechen sich viel von solchen Frauen, die sie so umgarnen. Das rationale Denken verschwindet allmählich irgendwo zwischen Chat-Room und Traum von der eigenen Heirat. Wenn dann die entscheidenden Fragen kommen, wird nicht mehr lange gezögert. Die Schwester sei ins Krankenhaus gekommen, das Visa muss bezahlt werden oder es wird Geld für den Flug hin zum Geliebten benötigt. Sie hat das Geld ja eigentlich, nur gerade eben nicht parat. Ob man es ihr leihen könnte, fragt sie. Zunächst geht es dabei immer nur um kleinere Beiträge, ein paar Hundert Euro für das Nötigste. Zahlt man aber bereitwillig, erhöhen sich die Summen der so unscheinbaren Bitten ungemein. Als vorläufige Wiedergutmachung könne man ja telefonieren oder skypen – vielleicht sogar nackt. Ein paar Stunden Spaß vor dem Computer und die Skepsis der eigentlich Fremden gegenüber verpufft vollends. Umso härter ist der Aufprall, wenn die zu späte Erkenntnis kommt, dass die Angebetete den Geldbeutel erleichtert und außerdem die Gefühlswelt in Asche gelegt hat.

Romance-Scamming nennt sich dieser Vorgang, das Vorgaukeln von Liebe über’s Internet um finanzielle Zuwendungen zu erschleichen. Sie wird sowohl von Einzelpersonen als auch von ganzen Agenturen der Organisierten Kriminalität betrieben und ist nicht nur in Asien eine beliebte Arbeitsbranche: Auch in Russland und Afrika ist Love-Scam als lukrativer Beruf verbreitet. Der weltweite Schaden beträgt Studien zufolge mehr als 4 Milliarden US-Dollar. Über die Jahre hinweg haben die Scamer ihre Strategien optimiert. Figur, Alter, soziale Strukturen und vor allem sexuelle Sehnsüchte werden dem Partnersuchenden passgenau und formgerecht angeboten. Die falschen Identitäten sind immer in mehreren Netzwerken und Foren gleichzeitig angemeldet und die Täter sind stets darauf bedacht überall identische Angaben zu hinterlassen. So kommt es, dass der als Zufallsfund gewertete Kontakt mit einer jungen Asiatin sich bei genauerer Betrachtung als ein gut funktionierendes System entpuppt, dem Partnersuchenden systematisch das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Häufige Opfer sind klassisch einsame Alleinstehende, doch die Tendenz geht hauptsächlich in Richtung wohlhabender Europäer. Das Geschlecht des Opfers ist dabei nicht ausschlaggebend: Frauen sind nicht seltener betroffen als Männer von Romance-Scamming. In jüngster Zeit entwickelte sich sogar eine Art „Rachefeldzug“ – immer häufiger bieten sich auch junge europäische Damen online den reichen Nigerianern, Russen und Asiaten an. Auch sie haben erkannt, dass sie begehrt sind und adaptieren schlichtwegeinfach die Masche ihrer Vorgänge – scheinbar erfolgreich.

Die Detektei ManagerSOS ermittelt schon seit Jahren im Bereich des Romance-Scamming und hat bereits zahlreiche Vorfeldrecherchen durchgeführt. Wir kennen die Täterkreise, ihre Maschen und wissen, wie man ihnen Einhalt gebieten kann. Sollten Sie eine Ermittlung oder eine professionelle Beratung von uns wünschen, informieren Sie sich auf unserer Homepage www.managersos.info und zögern Sie nicht, uns anzurufen. Unsere Erstberatung ist kostenlos.

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